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1214 gründete Baron Nicolas von Rumigny das Dorf Signy in einer Waldregion, in der die Bevölkerung bis dahin nur sehr verstreut lebte (der Weiler Gland, 1132).

Die Kriege richteten im Grenzdorf Signy, später Signy-Le-Petit, in den Jahren 1340 (großer Brand), 1521 und 1636 (Zerstörung der Dorfkirche) große Schäden an.

Im 16. Jh. gehörte die Seigneurie Signy der Familie Stavelle, die den Ausbau der Industrie förderte und Hochofen, Schmieden, Glasschmelzöfen und Mühlen errichtete. Der Grundstein des SAHFFF-Werks war ein Hochofen aus dem Jahr 1550.
Die landestypische Festungskirche wurde 1680 bis 1686 wiederaufgebaut; viele Häuser stammen aus dem beginnenden 18 Jh.
Die Gutsherrendomäne blieb während der Revolution unversehrt und ging Anfang des 19. Jh. auf die Familie Barrachin über.
Um 1840 ist Signy ein Dorf mit 2 300 Einwohnern; fast 1 000 leben in den umliegenden Weilern verstreut, wo sie Landwirtschaft, Kleinhandel und Handwerk betreiben (Brauereien, Mühlen, Töpfereien, Ziegeleien usw.)
Doch die industriellen Umwälzungen des 19. Jh. hatten die Landflucht zur Folge: Die kleinen Dörfer entvölkern sich allmählich und ein Handwerksbetrieb schließt nach dem anderen. Gleichzeitig entstehen 3 Gießereien (2. Schmelzvorgang), die um 1900 mehr als 400 Hüttenarbeiter beschäftigen. So setzt sich der industrielle Charakter des Marktfleckens durch, und es wird eine reine Arbeiterbevölkerung herangezogen.
Uber viele Jahre hindurch kämpft die Gemeindeverwaltung gegen das Militärverbot, das den Ausbau von permanent befahrbaren Straßen bis zur Grenze untersagt. Das heutige Straßennetz entstand nach und nach zwischen 1850 und 1890.

Dann werden im Dorf Modernisierungsarbeiten durchgeführt, insbesondere die Freilegung der Kirche auf dem Dorfplatz und eine neue Straßenführung.

Während der beiden Weltkriege war Signy lange unter deutscher Besetzung, blieb jedoch weitgehend von Kriegsschäden verschont.
Nach 1945 war Signy wie viele andere Landgemeinden in den Ardennen aufgrund der landwirtschaftlichen Umwälzungen und der Stillegung der Gießereien mit dem Problem der Landflucht konfrontiert. Die Abwanderung der jungen Generation führte zu einer Überalterung der zurückgebliebenen Dorfbevölkerung.

Die Firma SAHFFF konnte um den Preis einer mutigen, aber schwierigen Umstrukturierung durch die Gründung der Marke "OLFA" einen Industriepol im Dorf aufrechterhalten.

Seither sind zwei weitere Industrieniederlassungen und der entschiedene Wille, den Tourismus unter Nutzung der landschaftlichen Reize von Signy auzubauen, Vorboten für eine günstige Entwicklung...
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